Berlin bei Nacht.

Ein historischer Rückblick

Die Stadt war nicht erst seit den 20er Jahren berühmt-(berüchtigt) für sein Nachtleben. Bereits in den 80er des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Berlin, angetrieben vom stürmischen Gründerboom, zu einer der dynamischsten Metropolen Europas. Die Stadt wandelte sich von der beschaulichen preußischen Königsstadt im atemberaubenden Tempo zur gesamtdeutschen Hauptstadt. 
 
 
 
 
Auch das Stadtbild änderte radikal sein čußeres. Sechsstöckige Mietshäuser mit großen Schaufensterfronten säumten die breiten neuen Prachtboulevards. Seit 1890 strahlte nachts auf den Straßen und Plätzen das damals ultramoderne elektrische Licht. Das neue Berlin brachte an den Brennpunkten der Stadt neue Vergnügungszentren hervor: die Friedrichstraße, der Alexander- und Potsdamer Platz, der Kurfürstendamm. An diesen Orten entstand der Mythos vom verführerischen Berlin, welches des Nachts Passanten, Flaneure und Abenteurer aller Couleur anzieht und eine gleißende Pracht entfaltet.